30. Mai 2024

Unsere Ziele

Zukunft. Gemeinsam. Ilmenau.

Das Programm von bürger.bündnis.grün für Ilmenau zur Kommunalwahl am 26. Mai 2024.
bürger.bündnis.grün entstand erstmals zur Kommunalwahl 2019 als Zusammenschluss von
Bündnis 90/Die Grünen und dem Ilmenauer Bürgerbündnis. Unterstützerinnen und Unterstützer der friedlichen Revolution von 1989 organisierten sich im Bürgerbündnis. Seit 1990 ist das Bürgerbündnis im Stadtrat vertreten und gestaltet unsere Stadt aktiv mit. Wir setzen uns für eine soziale, weltoffene und lebenswerte Stadt ein – auch für zukünftige Generationen.

“BüBüGrü ist eine Gruppe von motivierten Menschen verschiedenster Altersgruppen und Geschlechter, mit und ohne Parteibuch, die gemeinsam das Ziel verfolgen, Ilmenau voranzubringen.”

Tina Wittrich, Stadträtin in Ilmenau, Listenplatz 3

Wir setzen uns seit Jahren für mehr Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern, Umwelt- und Naturschutz und ein weltoffenes Ilmenau ein. Dabei konnten wir in den letzten Jahren aktiv das Stadtentwicklungs- und Verkehrskonzept mitgestalten. Des Weiteren haben wir die Entwicklung eines neuen Klima- und Energiekonzeptes angestoßen. Uns ist es außerdem gelungen, die Stadtverwaltung für die Thematik „Stadtgrün“ zu sensibilisieren, insbesondere im Hinblick auf Mäharbeiten, Blühstreifen und Grünflächenpatenschaften. Unserem kontinuierlichen Einsatz für Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an der Gestaltung unserer Stadt ist zu verdanken, dass das Mitbestimmungsportal fester Bestandteil der Ilmenauer Kommunalpolitik geworden ist. Dies hat maßgeblich dazu beigetragen, Entscheidungsprozesse für Bürgerinnen und Bürger nachvollziehbarer zu machen.

Auch zukünftig streiten wir für echte Teilhabe und Mitbestimmung insbesondere für Kinder und Jugendliche. Wir wollen, dass junge Menschen wieder mehr Räume und Freizeitmöglichkeiten bekommen. Ilmenau ist eine grüne Stadt. Jeder Baum in der Stadt ist schützenswert, wir wollen Grünflächen ausbauen und für mehr Artenvielfalt sorgen. Um unabhängiger von Anbietern und steigenden Kosten zu werden, treten wir für den lokalen Ausbau erneuerbarer Energien ein. Wir werden für einen eng getakteten Nahverkehr einstehen und uns für alternative Mobilität einsetzen, mit Teilautos, gut ausgebauten
Rad- und Fußwegen und attraktiven Verbindungen zwischen Ortsteilen und der Kernstadt.
Ilmenau ist eine weltoffene und internationale Stadt.
Alle Menschen müssen sich hier wohl und willkommen fühlen.
Dafür stehen wir ein. Geben Sie uns am 26. Mai Ihre Stimme!

Unser Wahlprogramm in kurz und knackig

  • Wir wollen, dass bis Anfang 2025 Kinder und Jugendliche einmal im Monat in einem gesicherten Umfeld abends weggehen können. Die Veranstaltung soll taschengeldverträglich und mit einem Busshuttle auch über die Ortsteile hinweg erreichbar sein. Dabei ist es aus unserer Sicht zielführend Kooperationen mit den umliegenden Nachbargemeinden einzugehen.
  • Wir wollen ab 2025 eine städtische Fragestunde speziell für Kinder und Jugendliche anbieten sowie den Zugang zu Vereins- und Freizeitangeboten verbessern, um die Bedürfnisse der jungen Generation ernst zu nehmen.
  • Wir wollen bis 2027 einen überdachten, sicheren und selbst gestalteten Treffpunkt je Wohnviertel und Ortsteil für Jugendliche schaffen.

  • Wir möchten bis 2025 eine breite Beteiligung von Bürgerinnen und Bürger und verschiedenen Interessenvertretungen bei allen wichtigen Entscheidungen der Stadt. Wir regen die Bildung von Bürgerraten insbesondere für die Themenbereiche Klima- und Umweltschutz, Integration und Inklusion an.
  • Wir möchten bis 2026 eine einfache Förderung und städtische Anlaufstelle für alle, die sich ehrenamtlich engagieren wollen. Hierzu sollen Räumlichkeiten und ein finanzielles Budget zur Verfügung stehen. Die Beantragung soll so niederschwellig wie möglich sein.
  • Wir möchten bis 2027 eine digitalisierte, bürgernahe und transparente Verwaltung mit verständlichen Formularen und jederzeit einsehbarem Bearbeitungsstatus.

  • Wir wollen bis 2026 eine Verdopplung der bisherigen Blühflächen und den Umbau unseres Waldes zu einem robusten Mischwald. Für einen wirksamen Gewässer- und Hochwasserschutz wollen wir den natürlichen Fließgewässern mehr Raum geben.
  • Wir wollen, dass sich die Stadt bis 2029 an einer Bürgerenergiegenossenschaft beteiligt, damit Bürgerinnen und Bürger sowie die Kommune von der Energiewende vor Ort profitieren.
  • Wir wollen als Stadt beim Klimaschutz mit gutem Beispiel voran gehen. Entscheidend ist hierfür ein ganzheitliches Klimaschutzkonzept. Daher setzen wir uns beispielsweise dafür ein, alle Dachflächen von städtischen Gebäuden bis 2027 mit Photovoltaikanlagen auszustatten.


Unser Wahlprogramm in lang und ausführlich

Unser Programm – sieben Themen, sieben Köpfe für ein lebens- und liebenswertes Ilmenau.
Unser Programm entstand unter breiter Beteiligung der Kandidierenden. Der Schwerpunkt liegt auf den drei Themen Kinder und Jugendliche, Mitbestimmung und Teilhabe sowie Umwelt- und Naturschutz. Insgesamt haben wir zu sieben Themen Ideen gesammelt und daraus konkrete Vorschläge abgeleitet.
An der Spitze unserer Liste stehen sieben engagierte Kandidierende, die sich für unsere sieben Themen im Stadtrat einsetzen möchten. Geben Sie uns am 26. Mai Ihre Stimme!
Schenken Sie unseren Kandidierenden am 26. Mai das Vertrauen, um Ilmenau zu einem lebendigeren, moderneren und nachhaltigen Ort zu machen!


Wir wollen kinder- und jugendgerechte Veranstaltungen seitens der Stadt fördern. 
Hierzu wollen wir, dass bis Anfang 2025 Kinder und Jugendliche einmal im Monat in einem gesicherten Umfeld abends weggehen können. Die Veranstaltung soll taschengeldverträglich und mit einem Busshuttle auch über die Ortsteile hinweg erreichbar sein. Dabei ist es aus unserer Sicht zielführend Kooperationen mit den umliegenden Nachbargemeinden einzugehen.

Wir wollen ab 2025 eine Bürger*innenfragestunde spezielle für Kinder und Jugendliche anbieten, um besser auf deren Bedürfnisse einzugehen.


Wir wollen eine aktive Beteiligung aller Ilmenauer Bürger*innen, egal welchen Alters, Geschlecht oder Herkunft. Wir wollen bis 2025 einen Migrationsbeirat im Ilmenauer Stadtrat, um bei Abstimmungen und Entscheidungen als Expert*innen beteiligt werden zu können.

Wir wollen das sämtliche Beteiligungsmöglichkeiten auf der Webseite der Stadt Ilmenau zentral einsehbar sind. 

Wir möchten bis 2025 eine breite Beteiligung vom Bürgern und Bürgerinnen bei allen wichtigen Entscheidungen der Stadt.

Wir wollen ein konkrete zur Verfügungsstellung von Projektbudgets zur Auslobung von Wettbewerben und Umsetzung von Projektideen (z.B. Gestaltung von Wänden, Spielplätzen, Grünanlagen, Bibliothek).

Wir möchten eine breite Bürgerbeteiligung im Umweltbereich mit einem runden Tisch zum Thema
Klima- und Umweltschutz in der Stadt schaffen.

Wir wollen bis 2026 Räumlichkeiten und ein finanzielles Budget für engagierte Bürger*innen frei zur Verfügung stellen. Die Beantragung soll so niederschwellig wie möglich sein.

Wir möchten bis 2026 eine einfache Förderung und städtische Anlaufstelle für alle die sich ehrenamtlich engagieren wollen.

Wir möchten bis 2027 eine digitalisierte, bürgernahe und transparente Verwaltung mit verständlichen Formularen und stetigem Bearbeitungsstatus. Hierfür möchten wir unter anderem einen intelligenten Chatbot auf dem Bürger*innenportal einbetten.


Umwelt- und Naturschutz auf kommunaler Ebene bedeutet für uns in wenigen Worten:
Mehr Grün und Blühflächen in der Stadt für den Artenschutz zu schaffen, den natürlichen Fließgewässern mehr Raum für den Gewässer- und Hochwasserschutz zu geben, Energiewende in die Hand der Bürgerinnen und Bürger zu legen, aktiven Klimaschutz durch Photovoltaikanlagen auf den Dächern der kommunalen Gebäude zu praktizieren, die Flächenversiegelung einzudämmen, um nur einige Schlagworte zu nennen. Unsere Anliegen im Detail:

Wir wollen den Anteil der Blühflächen im Stadtgebiet bis 2026 verdoppeln.

Dies trägt zur Artenvielfalt bei und sorgt nachweislich für ein kühleres Stadtklima. Dazu werden wir zunächst die Potenziale für geeignete Flächen ermitteln. Hierzu wollen wir alle Akteure im Auftrag der Stadtverwaltung, jedoch auch private Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer an einen Tisch bringen und mitnehmen. Für Gartenbesitzerinnen und -besitzer wollen wir Praxistipps an die Hand geben, wie sie ihren Garten attraktiver für die Tier- und Pflanzenwelt gestalten können. Als weiteren Anreiz für naturnah gestaltete Gärten und um mehr Menschen für das Thema „Stadtgrün“ zu begeistern, regen wir an, den Gartenwettbewerb auch für Kindergärten, Schulen und Unternehmen zu öffnen. Darüber hinaus betrachten wir Grünpatenschaften als weiteren Baustein, die Grün- und Blühflächen zu erhalten und weiter wachsen zu lassen. In der Beteiligung von Schulen, Kindergärten und Unternehmen liegt aus unserer Sicht der Schlüssel.

Wir stehen für konsequenten Baumschutz.

Ilmenau hat sich bereits eine Baumschutzsatzung gegeben. Wir setzen uns dafür ein, dass die Stadtverwaltung die bestehende Baumschutzsatzung konsequent anwendet und bei Baumaßnahmen keine gesunden Stadtbäume fällt. Nur wenn die Stadt hier mit gutem Beispiel vorangeht, darf sie auch private Grundstückeigentümerinnen und -eigentümer in die Pflicht nehmen. Wir wollen eine unabhängige Baumschutzkommission zur Entscheidung über Fällanträge schaffen. Die Entscheidung ist einheitlich zu dokumentieren. Anhand eines Kriterienkatalogs über den Stammumfang hinaus soll die Baumschutzkommission die ökologische Wertigkeit von Stadtbäumen beurteilen können.
Bei Fällungen ist der Umfang der Ersatzpflanzungen anhand der ökologischen Wertigkeit des Baumbestands festzulegen.

Wir wollen den jährlichen Flächenverbrauch bis 2030 halbieren.

Im Mittel der vergangenen Jahre lag der tägliche Flächenverbrauch in Deutschland bei über 50 Hektar pro Tag. Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, den Flächenverbrauch bis 2030 auf 30 Hektar pro Tag zu reduzieren. Entsprechend seiner Fläche muss Thüringen seinen Flächenverbrauch auf einen Hektar pro Tag reduzieren. Das würde in etwa einer Halbierung des derzeitigen Flächenverbrauchs entsprechen.
Das Vorhaben kann nur gelingen, wenn wir auf lokaler Ebene Anstrengungen unternehmen. Die Kennzahl wollen wir bis 2025 im Klimaschutzkonzept und der Gestaltungssatzung der Stadt verbindlich verankern. Weiterhin setzen wir uns dafür ein, ein Flächenkataster zu erstellen, um potenziell entsiegelbare Flächen zu ermitteln. Bei Baumaßnahmen ist die neu versiegelte Fläche auf ein Minimum zu reduzieren.
Dies wollen wir in verbindlichen Vorgaben festhalten. Als Ausgleich wollen wir die Anreize zur Entsiegelung von Flächen erhöhen. Bei jeder Baumaßnahme sind neu ver- und entsiegelte Flächen im Bebauungsplan gegenüberzustellen. Als weiteren Baustein für die Eindämmung des Flächenverbrauchs regen wir an, bis 2028 einen Landschaftsplan zu entwickeln.

Wir wollen Ilmenau zur „Schwammstadt“ entwickeln.

Ilmenau als „Schwammstadt“ bedeutet, Ilmenau gegen zukünftige klimatische Herausforderungen und Starkwetterereignisse widerstandsfähig zu machen. Dies wollen wir mit einem Bündel an Maßnahmen zur Schaffung von neuen Versickerungs- und Überschwemmungsflächen erreichen. Ab spätestens 2026 soll jeder neu gepflanzte Straßenbaum eine Rigole als Wasserspeicher erhalten. Anreize für Bürgerinnen und Bürger, das Regenwasser möglichst vollständig auf dem eigenen Grundstück versickern zu lassen, sollen helfen, das Kanalnetz zu entlasten. Hierzu leisten beispielsweise Gründächer einen wichtigen Beitrag.
Bei Straßenneubauten setzen wir uns für Versickerungsflächen im begleitenden Grünstreifen und die Berücksichtigung von Überschwemmungsflächen schon in der Planungsphase ein. Für bestehende Wohngebiete sind die Möglichkeiten zu prüfen, um durch Überschwemmung besonders gefährdete Gebiete wie den Rottenbach auf der Pörlitzer Höhe zu entlasten, z. B. mithilfe von Zisternen.
Ein weiterer Baustein ist die Renaturierung nicht mehr genutzter Siedlungs- und Verkehrsfläche, z. B. an der Hermann-Schäffer-Straße auf der Pörlitzer Höhe. Entlang der Verkehrswege regen wir an, wo möglich und sinnvoll Möglichkeiten der Regenwasserspeicherung zu schaffen, z. B. mittels Mulden-Rigolen-Elementen.

Wir treten für naturnahen Hochwasser- und Gewässerschutz ein.

Die Ilm ist an einigen Stellen im Stadtgebiet, wie beispielsweise im Abschnitt zwischen dem ehemaligen Holzkombinat und der Brücke Trieselsrand, in der Uferzone und im Flussbett stark verbaut. Wir wollen die naturnahe Umgestaltung dieser Zonen mithilfe von Bundes- und Landesmitteln anstoßen und auch weitere Gewässer im Stadtgebiet in den Blick nehmen. Neben der für Sie als Bürgerinnen und Bürger sichtbaren Aufwertung tragen die Maßnahmen auch zu einem wirkungsvollen Hochwasserschutz bei.
Das Ilmenauer Kanalnetz ist in Teilen des Stadtgebietes noch als kommunizierendes System ausgelegt. Bei Starkregenereignissen kommt es dadurch immer häufiger zu einer Vermischung von Haushalts- und Oberflächenabwässern, die in die natürlichen Fließgewässer gelangen. Daher setzen wir uns für eine strikt getrennte Oberflächenentwässerung und nach Möglichkeit die Speicherung in Vorflutern ein,
um die Verschmutzung der Gewässer einzudämmen. Die Modernisierung des Kanalnetzes mithilfe von Fördermitteln soll spätestens 2030 abgeschlossen sein.

Wir wollen beim Klimaschutz mit gutem Beispiel vorangehen.

Zunächst werden wir dazu die Möglichkeiten ermitteln, den Energieverbauch der stadteigenen Gebäude wirksam zu reduzieren. Bis 2027 wollen wir alle geeigneten Dachflächen der kommunalen Gebäude mit Photovoltaikanlagen ausstatten. Ein weiterer Baustein ist die naturnahe Bewirtschaftung von Pachtflächen, die wir in den Pachtverträgen in Anlehnung an den „Fairpachten“-Kriterienkatalog festschreiben wollen. So können wir die Emission von Treibhausgasen von Nutzflächen eindämmen.
Nicht zuletzt gehört auch ein neues Bewusstsein für Müllvermeidung zu einem ganzheitlichen Klimaschutzkonzept dazu.

Wir wollen den Wald fit für die zukünftigen Herausforderungen machen.

Der Wald im Stadtgebiet ist zum großen Teil in einem schlechten Zustand. Insbesondere die
Fichten-Monokulturen sind betroffen. Dem möchten wir mit mindestens zwei großangelegten Baumpflanzmaßnahmen pro Jahr entgegenwirken. Bei den Aktionen wollen wir auch Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen einbinden. Unternehmen sollen sich mit Baumspenden beteiligen können. Ziel ist, schrittweise einen intakten, widerstandsfähigen Mischwald mit robusten Baumarten aufzubauen, der auch in 50 Jahren noch den Herausforderungen des Klimawandels trotzt. Dazu wollen wir ⅔ der Waldflächen als Zonen ausweisen, die ohne menschlichen Eingriff sich selbst überlassen sind.
Bei jedem Eingriff ist auf einen gesunden Misch- und Dauerwald hinzuwirken und Totholz ist
im Wald zu belassen.

Wir wollen die Energiewende in die Hände der Bürgerinnen und Bürger legen.

Energiewende vor Ort funktioniert nur unter breiter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger sowie der Unternehmen. Wir wollen auf die Gründung einer Energiegenossenschaft hinwirken, die Solar- und Windkraftprojekte in Ilmenau anstößt. Die Stadt soll dabei Hand in Hand mit den Bürgerinnen und Bürgern zusammenarbeiten. Dies wollen wir verwirklichen, indem die Stadt mit ihren Ressourcen unterstützt und der Genossenschaft beitritt. Auf der ehemaligen Mülldeponie zwischen der Kernstadt und Pörlitzer Höhe regen wir den Bau eines Solarparks an. Freie städtische Parkflächen wollen wir mit Überdachung und Photovoltaikanlagen ausstatten. Die Kartierung der Aufstellflächen für Windenergieanlagen im Rahmen des Regionalen Raumordnungsprogramms bis 2027 wollen wir intensiv verfolgen und vorantreiben.


Wir brauchen ein Verkehrskonzept, das den Fokus auf Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Fahrradfahrer und Fahrradfahrerinnen für ganz Ilmenau legt.
Uns ist hierbei eine breite Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger schon vor der Planungsphase wichtig.
Wir setzen uns insbesondere dafür ein, dass:

  • ein enger getaktetes Busnetz bis in die Ortsteile und eine bessere Verzahnung mit der Bahn
    (durch z. B. Rufbusse) realisiert wird.
  • der Ausbau des Fuß- und Radwegenetzes sowohl außer- als auch innerorts verbessert wird.
  • verkehrsberuhigte Ortskerne mit sinnvollen Parkraumkonzepten entwickelt werden.
  • Konzepte zur gemeinsamen Nutzung von Fahrzeugen (z. B. durch Bürgerbusse und Carsharing) konzipiert werden.
  • digitale Angebote zur Mobilität (z. B. Nahverkehrs-App für den Ilm-Kreis) bereitgestellt werden.
  • besseren Lärmschutz und neue Lösungen für den Schwerlastverkehr (z. B. durch Routenführung und Tempolimit 30 in den Ortschaften für LKWs) geschaffen werden.
  • barrierearme Wege geschaffen werden.
  • durch verkehrsberuhigte Bereiche die Aufenthaltsqualität in den Wohngebieten und den Kernzonen der Ortschaften verbessert wird.
  • eine Lösungen zur Entschärfung von Gefahrenstellen (z. B. Bereich Tannenwehr) gefunden wird.
  • Physische Barrieren zur Verkehrsberuhigung (z. B. Querrillen, Aufpflasterungen) an Gefahrenstellen errichten werden.
  • die Schulwege für Kinder und Jugendliche sicherer werden.

Wir wollen das Kitaangebot und die Qualität verbessern.
Hierzu möchten wir die Kitaöffnungszeiten an die allgemeinen Arbeistzeiten von 8 bis 18 Uhr anpassen. Die Stadt bemüht sich um die Besatzung der Plansollstellen und schafft Anreize für Erzieher*innen
(z.B. finanzielle Vergünstigungen).

Wir möchten den Wohnraum für Familien fördern.
In Ilmenau fehlt es an Wohnungen für größere Familien. Wir möchten das Angebot an 4-Zimmer-Wohnungen erhöhen und greifen dabei auf bereits vorhandenen Wohnraum zurück.
Zudem unterstützt die Stadt neue generationenübergreifenden Wohnkonzepte und fördert bezahlbaren Wohnraum über die stadteigene Wohnungsbaugesellschaft IWG.

Wir möchten das finanzschwache Familien einfacher und mehr an Freizeitangeboten teilnehmen können.
Wir möchten einen digitalen Familienpass einführen und Angebote ausbauen.
Hierzu soll der Veranstaltungspool flexibler gestaltet und mehr Vereinsangebote mit einbezogen werden. Zudem streben wir an, das die Stadt einen städtischen Gutschein/Zuschuss für Vereinsmitgliedschaften für die ersten drei Monate übernimmt.


Wir wollen ein gemeinsames Kultur- und Ehrenamtskonzept.
In Ilmenau gibt es bereits viele Kultur- und Freizeitangebote. Diese gilt es zu unterstützen und zu vernetzen. Mit einem gemeinsamen Kultur- und Ehrenamtskonzept der Stadt Ilmenau und der Technischen Universität wäre aus unserer Sicht eine gute Grundlage vorhanden für vielfältiges gut vernetztes Ehrenamt, welches sich gegenseitig bestmöglich stützt.

Wir wollen eine Engagementbeauftragte oder einen Engagementbeauftragten in der Stadtverwaltung Ilmenau.

Wir wollen eine zentrale koordinierende Anlaufstelle zur Beratung für Ehrenamt, Kulturförderung und Veranstaltungsorganisation etablieren, damit sowohl langjährige Ehrenamtliche als auch
„Neu“-Engagierte Beratung erhalten können.

Wir wollen Freiräume für Kultur, Sport und Freizeit
Unter Beteiligung der Nutzer und Nutzerinnen gilt es die Freiräume für Kultur, Sport und Freizeit erhalten und erweitern z. B. durch das unbürokratische Bereitstellen von kostenlosen oder günstigen Kulturräumen in den Rathäusern sowie der Kernstadt von Ilmenau.

Wir wollen die Innenstadt beleben
Wir wollen vorübergehende Nutzungen leerstehender Ladenlokale für kulturelle Zwecke fördern und ermöglichen z. B. durch die Vermittlung fairer Kooperationen mit den
Immobilienbesitzern und -besitzerinnen mit Unterstützung durch die Ilmenauer Wirtschaftsförderung.

Wir wollen sowohl nachhaltige und planbare als auch kurzfristige Kultur- und Sportförderung von Vereinen und Initiativen.
Im Moment ist die Kulturförderung der Stadt Ilmenau nur einmal jährlich im Vorjahr als Risikofinanzierung für das kommende Jahr zu beantragen. Wir wollen, dass die Förderungsmöglichkeiten flexibler gestaltet werden, z.B. durch Festbetragsförderungen, institutionelle Förderungen und verschiedene Förderperioden.


Förderung der Kreislaufwirtschaft
Kreislaufwirtschaft schont natürliche Ressourcen und schützt das Klima.
Eine konsequente Förderung der Kreislaufwirtschaft ist die Grundlage für nachhaltigen Wohlstand und führt nicht nur zu einer nachhaltigeren und umweltfreundlicheren Wirtschaft, sondern bietet auch neue Möglichkeiten für Wachstum und Beschäftigung.

Wir möchten eine Kreislaufwirtschaft bei uns etablieren, die lokal verankert ist.
Dazu möchten wir umfassende Informationskampagnen etablieren, um die Bürgerinnen und Bürger und Unternehmen über die Bedeutung der Kreislaufwirtschaft, Abfallvermeidung, richtige
Abfalltrennung und -entsorgung zu informieren. Ergänzt wird dies u.a. durch die städtische Etablierung von Mehrwegsystemen für Getränke und Verpflegung.