Familienfreundlichkeit wird bei uns groß geschrieben.

Das eine lebenswerte Stadt auch ein Ort für Familien sein muss, dass wissen unsere Kandidatinnen Manuela Trommer und Tanja Schmidt.
Daher luden sie am Samstag, den 4. Mai interessierte Bürgerinnen und Bürger Ilmenaus und der Ortsteile zu einer Gesprächsrunde am Wetzlarer Platz ein.

Trotz des wenig einladenden Wetters fanden sich einige Interessierte, um über die Querschnittsaufgabe „Familienförderung“ zu sprechen.
Im Mittelpunkt der Runde standen die drei Oberthemen Kinderfreundlichkeit, Familienfreundlichkeit und Stillfreundlichkeit.
Wie nicht anders zu erwarten, waren Themen rund um die Kinderbetreuung; ausreichende Kita-Plätze für alle Kinder, auch durchaus unter einem Jahr, aber auch eine gute Qualität in der Betreuung, Dauerbrenner in den Gesprächen.
Konkrete Vorschläge für ein familien- und kinderfreundlicheres Ilmenau plus Ortsteile waren unter anderem ein breiteres Spielplatzangebot für Kindergartenkinder, hier insbesondere für die ganz Kleinen und die Etablierung von Familien-Cafés oder zumindest eine höhere Akzeptanz von Kindern in der „normalen“ Gastronomie.
Die Betreuung von Schwangerschaft, Geburt und der Zeit danach nahm einen Großteil der Gesprächszeit ein. Besonderer Glücksfall für alle TeilnehmerInnen war die Diskussion mit einer Hebamme in Ausbildung. Hier wurde schnell ersichtlich, dass großer Bedarf an Erfahrungsaustausch
für Mütter (aber auch Vätern) vorhanden ist. Die Anwesenden wünschten sich Plattformen, auch über Rückbildungskurse oder „Babybespaßung“ in Form von Massage- oder Schwimmkursen, hinaus.
Als Idee wurde zum Beispiel ein Geburtshaus im Ilmkreis genannt, dass seinen Schwerpunkt nicht nur in der Betreuung von Geburten, sondern auch in der engmaschigen Nachsorge und Betreuung von Familien hat. Wünschenswert wäre hier die Einbeziehung der bereits etablierten Hebammen Ilmenaus und des Ilmkreises.
Aus der Diskussion um Familien- oder auch aus den in Großstädten bekannten Stillcafes, wurden Forderungen zu einem besseren Umgang mit dem Stillen laut.

Als Wünsche wurden aufgestellt:

  • bessere Informationslage zum Stillen bereits vor der Geburt, Akzeptanz von Restaurants und Cafés
  • beim Stillen oder Füttern der Kinder (beides muss mitunter recht spontan passieren)
  • engmaschigere Stillbetreuung und Informationen zu Möglichkeiten von Muttermilchbanken

Offensichtlich herrscht bei letzterem noch immer ein großer Graubereich, der aufgrund verschiedenster Hemmnisse zu wenig bearbeitet wird.
Nach einer kurzweiligen Stunde bei heißem Kaffee und Tee, welchen die verfrorenen Besucher des Töpfermarktes gerne in Anspruch nahmen, kann ein positives Fazit gezogen werden. Ilmenau ist, was Familienfreundlichkeit angeht, bereits gut aufgestellt, die formulierten Wünsche und Forderungen
anzugehen und umzusetzen, wird aber den Unterschied zu einer wirklich lebenswerten Stadt ausmachen.
Der von allen TeilnehmerInnen geäußerte Wunsch nach einer wiederkehrenden Veranstaltung dieser Art, bestätigt den Austauschbedarf und die Entwicklungsmöglichkeiten Ilmenaus und der Ortsteile.

Fazit: Fortsetzung folgt!

Text: Maria Illing