KRACH in Ilmenau – Leerstand als Chance

Diskussion zur Stadtentwicklung

Wer: Vertreter des Stadtentwicklungsprojektes „KRACH – Kreativraum Chemnitz“

Wann & Wo: Montag, 13. Mai 19. Uhr in der Alten Försterei

Worum geht es:

Innerörtliche Leerstände werden für zahlreiche thüringische Kommunen zu den größten Herausforderungen der nächsten Jahrzehnte zählen. Für die einen sind derartige Leerstände ein großes Problem, denn wo Einzelhandel verschwindet, sinkt auch die Lebensqualität. Andere hingegen sehen darin auch Chancen für eine positive Orts- und Stadtentwicklung. Der Frage, wie Leerstand einen Beitrag zu einer adäquaten sozialen aber auch versorgenden Infrastruktur leisten kann, möchten am Montag, den 13. Mai um 19:00 Uhr die Initiatoren des Förderprogramms „KRACH“ und Vorstand des KuKo e.V. Tina Wittrich mit Interessierten aus ganz Ilmenau in der Alten Försterei nachgehen.

„Leer stehende Gebäude brauchen gute Ideen, erst recht wenn es sich um historisch und ästhetisch besonders ansprechende Bauwerke handelt, wie zum Beispiel die Buchhandlung Grimm. Gerade bei jungen Leuten finden wir die notwendige Kreativität, nur selten jedoch die entsprechenden Mittel, um solche Vorhaben umzusetzen.“, so Tina Wittrich.  Das bürger.bündnis.grün setzt sich für eine Belebung des Leerstandes im neuen Ilmenau ein  und lädt zur offenen Gesprächsrunde mit Sören Uhle, Geschäftsführer der Chemnitzer Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH (CWE) ein. Das in 2017 entwickelte erfolgreiche Stadtentwicklungsprojekt „KRACH – Kreativraum Chemnitz“ verfolgt das Ziel, Leerstand in Innenstadtbereichen zu beleben und durch die Ansiedelung neuer Unternehmen bunter und auch internationaler zu machen. Mit der Einbindung privater und kommunaler Immobilienunternehmen gelingt es Chemnitz Junge Kreative finanziell zu entlasten und ihre Ansiedlung aktiv zu unterstützen. Neben der Vorstellung des Projektes KRACH wird mit Franziska Dörner auch eine der Preisträgerinnen zu Wort kommen. Ihr gehört eines der 11 Projekte, dass die international besetzte Jury von KRACH als förderwürdig eingestuft hat. Mit einer Startförderung von 2.500 Euro und drei Jahren „Mietfrei“ findet sie genau die Rahmenbedingungen vor, um ihre Idee weiterzuentwickeln und wirtschaftlich tragfähig zu machen. Mit ihrem Lampenladen „Cobo Lights“ trifft die 23-jährige den Nerv vieler Menschen: Lampen aus Dingen herstellen, die andere Leute wegwerfen würden.
Neben der Vorstellung der Initiative KRACH wird auch darüber diskutiert, wie und ob solche Ideen auch im neuen Ilmenau umsetzbar sind. Denn Ilmenau hat viel Potenzial: kurze Wege zu den Entscheidungsträgern, eine enge Vernetzung zwischen Stadt und Universität und kulturelles Engagement.

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